Die GLP Wettingen hat das Thema Ansiedlung von Hitachi Energy im Tägerhard an ihrer Mitgliederversammlung als Schwerpunkt diskutiert. Unter Einbezug einzelner Stimmen aus den zugehörigen Ortsverbänden Würenlos und Bergdietikon fiel das Fazit klar aus: Die GLP Wettingen unterstützt die Ansiedlung des Unternehmens, stellt jedoch klare Ansprüche an die Qualität des Projekts.
Chance für den Wirtschaftsstandort Wettingen
Mit einem juristischen Steuersubstrat von lediglich 6 Prozent ist Wettingen heute stark als Wohngemeinde geprägt. Aus Sicht der GLP muss dieser Anteil langfristig erhöht werden, damit Wettingen als attraktiver Standort bestehen kann.
Die Ansiedlung eines international tätigen Unternehmens wie Hitachi Energy im Gebiet Tägerhardächer könnte ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein. Gerade als Produktionsstandort ist das Projekt auch aus steuerpolitischer Sicht langfristig interessant.
Künftig sollen im Tägerhard Komponenten für die Erzeugung alternativer Energie produziert werden. Gleichzeitig bekennt sich das japanische Mutterhaus zu Nachhaltigkeit und Biodiversität als zentrale Werte. Die Hitachi Energy AG würde daher als Unternehmen und Produktionsstandort gut nach Wettingen passen.
Klare Anforderungen bei Verkehr, Umwelt und Biodiversität
Im Zentrum der Erwartungen der GLP stehen insbesondere die Themen Verkehr, Naturverträglichkeit sowie der Einbezug der Nachbargemeinden. Die Partei fordert eine überzeugende Anbindung des künftigen Campus an ein leistungsfähiges Netz des öffentlichen Verkehrs. Ebenso wichtig ist die Bereitstellung zentraler Infrastruktur direkt auf dem Areal – etwa Kantinenangebote und Kinderbetreuung für Mitarbeitende.
Zudem soll die Naturverträglichkeit des Projekts durch eine entsprechende Arealgestaltung sowie durch wesentliche ökologische Aufwertungen in der Landschaftsspange Rüsler-Sulpberg in enger Abstimmung mit den Umweltverbänden sichergestellt werden.
Zusammenarbeit in der Region entscheidend
Ein Projekt dieser Grössenordnung kann nur in regionaler Abstimmung erfolgreich sein. Der Einbezug der umliegenden Gemeinden ist deshalb zentral. Die GLP Wettingen ist überzeugt, dass in konstruktiver Zusammenarbeit zwischen Kanton, Gemeinde, Bauherrschaft und den weiteren Stakeholdern eine erfolgreiche Ansiedlung gelingen kann.
Mit dieser Haltung bekennt sich die GLP Wettingen zu einer zukunftsgerichteten Standortpolitik, die wirtschaftlich verantwortungsvoll, ökologisch verbindlich und regional abgestimmt ist. Das Projekt hat das Potential zu einem Vorzeigeprojekt werden, wie Wirtschaft und Umwelt Hand in Hand funktionieren – ganz im Sinne der grünliberalen Werte.
Kontakt:
Manuela Höllinger, Aktuarin der GLP Wettingen
wettingen@grunliberale.ch